Schwellkörper vergrößern und trainieren

Laut Statistik ist jeder zweite Mann in Deutschland mit seinem Penis unzufrieden. Zu klein, zu dünn, zu kurz, mit Selbstkritik wird nicht gespart. Dabei liegt Deutschland, mit Blick auf die Daten aus anderen Ländern, sowohl in Europa als auch in der Welt in Mittelfeld und nicht im unteren oder hinteren Bereich.

Grund für die über die letzten Jahrzehnte steil zugenommene Unzufriedenheit sind nicht zuletzt das Internet: Pornos sind allgegenwärtiger denn je und mit Blick auf die Darsteller in solchen Filmen und deren meist weit überdurchschnittliche Ausstattung mit mächtigen Gemächten, sind gerade jüngere Männer zunehmend verunsichert und wünschen sich eine Penisvergrößerung im steifen Zustand, also eine Vergrößerung der Schwellkörper.

Deutsche Chirurgen verdienen kräftig an der Kundschaft, denn so unzufrieden wie wir, scheint kaum sonst jemand zu sein: 21% aller Penisoperationen weltweit, vor allem Verlängerungen, zu einen geringen Teil auf medizinisch notwendige Begradigungen starker Penisverkrümmungen,  werden in Deutschland durchgeführt. Wir liegen bei der Anzahl der vorgenommenen Eingriffe weit vor Ländern wie China, in denen die Durschnittwerte bei Längenmessungen niedriger liegen und die Bevölkerungszahl wesentlich höher ist.

Die Operationstechniken sorgen aber nicht für eine Verlängerung der drei Schwellkörper, die im Rahmen einer Operation keinesfalls verletzt werden dürfen. Bei einer OP wird lediglich das Ligamentum Suspensorium Penis, vulgo Penisband durchtrennt und verlängert, das normalerweise die Peniswurzel mit dem Schambein verbindet und so den Penis nach oben zieht bzw. ein absacken des inneren, nicht sichtbaren Teils nach unten verhindert und so z.B. für eine gerade Erektion sorgt. Beim Durchtrennen rutscht der Teil des Penis, der eigentlich im Körper steckt, heraus, was für eine optische Verlängerung sorgt. Die Schwellkörper werden dabei kein Stück größer, zudem besteht die Gefahr, dass der Penis zukünftig bei Erektionen schräg nach unten zeigt, weil die Haltefunktion nicht mehr im eigentlich von der Natur vorgesehenen Maße vorhanden ist. Hart gesagt: Eine teure Mogelpackung, wirklich größer wird die Erektion dadurch nicht.

Doch gibt es überhaupt eine Möglichkeit, die Schwellkörper aus die es ankommt zu verlängern? Ja, aber der Weg ist lang und mühsam. Eine Operation ist hierfür ebenso ineffektiv wie angebliche Penis Pillen, die zwar den Geldbeutel oft nicht unerheblich erleichtern, ansonsten aber wirkungslos sind. Wirksam sind erwiesenermaßen Jelqing Übungen, bei denen der Penis im halbsteifen Zustand trainiert wird, Pumpübungen mit wasserbasierten Unterdruckpumpen (keine Erektionspumpen wie sie bei Impotenz verwendet werden)  oder spezielle Streckgürtel wie Phallosan Forte, die alle auf den gleichen Effekt setzen: Durch das mechanische Strecken des Penis selbst entstehen in den Schwellkörpern minimale Verletzungen, bei deren Heilung neues Gewebe gebildet wird. Um Schäden vorzubeugen, darf dieser Prozess nur sehr langsam und in ganz kleinen Schritten durchgeführt werden.

Die Erwartungshaltung sollte nicht zu hoch sein, denn dieses Training der Schwellkörper mit der einhergehenden Vergrößerung muss mit hoher Regelmäßigkeit erfolgen, ehe sich nach einigen Wochen, meist eher Monaten, kleine Erfolge einstellen. Langfristig sind einige wenige Zentimeter Zuwachs realistisch, einer kleiner Penis wird dadurch nicht auf „Pornostargröße“ anwachsen. Gerade bei sehr kleinen Penissen und Schellköpern kann dieser Unterschied aber entscheidend sein.