Welcher Blutdruck ist beim Mann normal?

Egal ob mit 25, 30, 40, 55 oder 65 Jahren, optimale Blutdruckwerte sind per Definition nicht abhängig vom Alter, auch wenn Bluthochdruck im Alter statistisch gesehen häufiger auftritt. Das Geschlecht spielt keinerlei Rolle, optimale sowie normale durchschnittliche Werte sind bei Männern und Frauen gleich.

Der normale Blutdruckwert, die sogenannte Normotonie, ist abhängig vom Lebensalter, je jünger desto niedriger der Normalwert. Ab dem frühen Erwachsenenalter liegt er konstant bei etwa 120/80 mmHg. Eine Blutdruckmessung setzt sich dabei immer aus zwei Komponenten zusammen dem oberen, systolischen Wert (Blutfluss vom Herzen) und dem unteren, diastolischen Wert (Blutfluss zum Herzen).

mmHg ist die Maßeinheit die Millimetern auf einer Quecksilbersäule entspricht, jeder Millimeter wiederum entspricht dem Druck von 0.001316 Atmosphären.

Die Klassifikation von der Mayo Foundation:

systolisch < 90 und diastolisch < 60 entspricht Hypotonie, einem Blutunterdruck
systolisch 90-119 und diastolisch 60-79 entpricht dem optimalen Blutdruck
systolisch 120-139 und/oder diastolisch 80-89 entspricht einer Vorstufe zur Hypertonie, dem Bluthochdruck
systolisch 140-159 und/oder diastolisch 90-99 entspricht Hypertonie Stufe 1
systolisch 160-179 und/oder diastolisch 100-109 entspricht Hypertonie Stufe 2
systolisch >= 180 und/oder diastolisch >= 110 entspricht einer akuten hypertonen Krise, Hypertonie Stufe 3

Man unterscheidet zwischen der sogenannten primären und sekundären Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie ist der Auslöser der Blutdruckerhöhung eine andere Grunderkrankung, wie eingeschränkte Nierenfunktion, sie ist allerdings mit knapp 10% die weitaus seltenere Form, der Anteil der primären Hypertonie, ohne eine weitere Erkrankung die diese auslöst, liegt bei über 90%.

Kurz: Meist ist der Blutdruck selbst das Problem, was für die meisten Patienten bedeutet, daß  es neben einer ärztlich verordneten Medikation auch Möglichkeiten gibt, den eigenen Blutdruck durch entsprechende Änderungen von Verhalten und Ernährung zu beeinflussen positiv zu beeinflussen:

1. Mehr Bewegung

Bewegungsmangel und ständiges Sitzen sind nicht nur die Ursache für andere Volksleiden wie Rückenschmerzen, sondern beeinflussen auch den Blutdruck negativ. Selbst wer keine Freude an Sport hat, kann hier selbst aktiv werden. Treppensteigen statt der Rolltreppe oder dem Aufzug, kleinere Besorgungen mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen, ein Spaziergang in der Mittagspause, in der Summe ist damit schon einiges gewonnen.

2. Gewicht reduzieren

Übergewicht ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Bluthochdruck, wer seine Ernährung nur leicht umstellt und so Kohlenhydrate (v.a. Zucker) und Fett einspart, kann auch ohne anstrengende Diät langfristig abnehmen. Beim Einkauf sollte man bewußt auf versteckte Dickmacher achten, etwa Limonaden, Eistee und Schorlen. Auch helle Wurst und Streichwurst haben einen besonders hohen Fettanteil. Fertiggerichte sollte man generell meiden. Kochen und Dünsten statt Braten und Frittieren. Vorsicht ist auch geboten bei vermeintlich gesunden Produkten für Kinder, die mit allerlei gesunden Milchbestandteilen beworben werden, aber überwiegend aus Zucker bestehen. Hier sind alle Eltern in der Verantwortung, denn als Kind erlernte falsche Ernährungsgewohnheiten lassen sich später oft nur schwer ablegen.

3. Alkohol und Nikotin meiden

Alkoholkonsum in Maßen, Rauchen wenn möglich ganz einstellen. Beides sind große Risikofaktoren für alle Arten von Herz- und Kreislauferkrankungen. Leicht gesagt, die Umsetzung fällt oft schwer, doch während niemand mehr ernsthaft bestreiten will, daß Rauchen gesundheitsschädlich ist, wird Alkohol noch oft verharmlost. Mehr zum Thema findet sich auf dieser Seite.

4. Kochsalzkonsum einschränken

Auch bei hohem Blutdruck muß man nicht gänzlich auf Salz verzichten, übermäßiger Konsum sollte aber unbedingt vermieden werden. Viel Natrium ist enthalten in den meisten Fertigprodukten und Tiefkühlprodukten, sowie vielen Wurst- und Käsesorten. Klinische Studien bezüglich des Salzkonsums und der Sterblichkeit durch Herz- und Kreislauferkrankungen kommen zwar zu unterschiedlichen Ergebnissen und sind auch unter Experten ein Streitpunkt, unstrittig ist aber zumindest, daß eingeschränkter Salzkonsum eine Senkung des Blutdrucks zur Folge hat.

5. Streß meiden, ausreichend schlafen

Ein hektischer Alltag und zu wenig Schlaf wirken sich blutdruckerhöhend aus.

Weitestgehend grünes Licht gibt es dagegen für Kaffee und Tee, wer hier nicht mehr als 4-5 Tassen täglich zu sich nimmt, liegt noch in dem Bereich, denn die Experten der Deutschen Herzstiftung als unbedenklich ansehen. Zwar erhöht Kaffee oder Tee kurzfristig den Blutdruck, der Körper passt sich aber schon nach wenigen Wochen an den Konsum an.

Neben einer bewußten Ernährung, einem möglichst gesunden Lebensstil  und ausreichend Bewegung gibt es auch eine Vielzahl vom Medikamenten zur Blutdrucksenkung. Welches oder welche in Kombination ideal für den jeweiligen Patienten ist/sind, entscheidet der behandelnde Arzt, generell teilt man Blutdrucksenker in 5 Gruppen ein:

1. Betablocker

Wie der Name bereits impliziert setzen diese bei den sogenannten Beta-Adrenozeptoren an, die besonders im Herz in großer Menge vorhanden sind. Als Beta-Adrenozeptorantagonisten hemmen sie durch Adrenalin hervorgerufene Effekte, reduzieren so die Auswurfleistung des Herzens und damit auch den Blutdruck.

2. ACE-Hemmer

Haben ihren Ursprung in der Natur, nämlich dem Gift einer exotischen brasilianischen Otterart.  Sie blockieren ein bestimmtes Enzym, das Angiotensin Converting Enzyme das als Teil des sogenannten Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems für die Verengung der Gefäße und Steigerung des Blutdrucks eine Rolle spielt. Durch die Rezeptoren Blockade wird dieser Effekt gedämpft und der Blutdruck gesenkt.

3. Angiotensin-1-Rezeptor-Antagonisten

Funktionieren ähnlich wie ACE-Hemmer, setzen aber an einer anderen Stelle des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems an, blockieren einen anderen Rezeptor.

4. Calciumantagonisten

Die auch als Calciumkanalblocker bekannten Medikamente vermindern das Eindringen/Einströmen von Calciumionen in das Innere der Zellen der Gefäßmuskeln, die für die Erweiterung und Verengung der Gefäße verantwortlich sind. Weniger Kontraktion dieser Muskeln bedeutet quasi entspanntere Gefäße, somit ebenfalls eine Blutdrucksenkung.

5. Diuretika

Gerne auch umgangssprachlich Entwässerungstabletten genannt. Sie führen über vermehrte Flüssigkeitsausscheidung zu einer Reduktion des Blutdrucks. Sie teilen sich ihrerseits in unterschiedliche Gruppen ein, zur Blutdrucksenkung besonders häufig zum Einsatz kommt der Wirkstoff Hydrochlorothiazid, besser bekannt als HCT.

Wie alle Medikamente können diese Präparate eine Vielzahl an Nebenwirkungen mit sich bringen, andererseits ist hoher Blutdruck als „stiller Killer“ meist gefährlicher als die möglichen Nebenwirkungen einer Behandlung. Hier bedarf es einer kompetenten medizinischen Abwägung von Nutzen und Risiken. Keinesfalls sollte man als Patient selbstständig die Dosierung ändern oder Präparate einfach ohne Absprache mit dem Arzt nehmen oder absetzen.

Alle Angaben ohne Gewähr, im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt befragt werden, ein Rat der auf alle medizinischen Fragen zutrifft. Das Internet bietet zwar eine Fülle von Informationen, von einer Selbstdiagnose oder gar Behandlung auf eigene Faust sollte man aber bedeutsamen gesundheitlichen Fragen dringend absehen.

Ursachen für einen tief hängenden Hoden

Aus gutem Grund sind die Hoden ausserhalb des Körpers im Hodensack verstaut, denn was im ersten Moment vielleicht unpraktisch anmutetet, hat natürlich einen tieferen Sinn: Samenzellen sind empfindliche gegen Hitze, also sind die Hoden dort untergebracht, wo sie es etwas kühler haben, als im inneren des Körpers. Leider neigt der Hodensack dazu, im Laufe eines Lebens immer mehr zu hängen, eine typische Alterserscheinung, weil das Straffheit des Gewebes nachläßt und sich im Hodensack keine Muskulatur befindet. Wie tief der Hoden hängt ist zum grossen Teil eine genetische Laune der Natur, weshalb auch teils schon junge Männer unter „Hängehoden“ leiden.

Aus medizinischer Sicht kein Grund zur Besorgnis, er liegt keine Erkrankung vor, nur selten gibt es eine ernstere Ursache: Ein Leistenbruch oder einem tiefer liegenden Hodenbruch, der sich teils durch eine einseitige Aufwölbung eines Hodens bemerkbar macht, weil die Eingeweide aus dem Bauchraum durch den erweiterten oder eröffneten Leistenkanal nach unten drücken. Leicht abklärbar mit einer Ultraschalluntersuchung beim Urologen und operativ schnell behoben. Die Kosten übernehmen sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen, der die OP medizinisch sinnvoll, zweckmäßig und damit indiziert ist.

Auch wenn es sich nur um eine natürliche Varianz oder Alterserscheinung handelt, optisch stören die tiefen Hoden oft, insbesondere wenn sie tiefer hängen als der Penis lang ist und so ein weniger dem Ideal entsprechendes Bild entsteht. Ein Trick, der kurzfristig Abhilfe schafft, ist Kälte, z.B. kaltes Wasser. Um die Hoden vor der Kälte zu schützen, zieht sich der Hodensack zusammen und bringt die Hoden näher an den wärmenden Körper. Wird es wärmer, dehnt sich der Sack aber sofort wieder entsprechend, von einer echten Lösung kann man sicher nicht reden. Medikamentöse Therapien existieren nicht, auch allerlei Salben und angeblich Hausmittel sind komplett wirkungslos. Wenn er erst mal hängt, dann hängt er.

Dauerhaft hilft hier nur der Skalpell, ungleich unkomplizierter als die weibliche Brust läßt sich auch das Skrotum, so heisst der Sack in der Fachsprache, operativ straffen. Der Eingriff wird entweder unter örtlicher Betäubung/Teilnarkose/Sedierung, auf Wunsch auch unter Vollnarkose durchgeführt. Ein längerer Krankenhausaufenthalt ist nicht nötig, normalerweise erfolgt die OP ambulant, ohne stationäre Aufnahme. Beim Eingriff wird das überschüssige Gewebe entfernt, der Hodensack dadurch verkürzt. Wie bei jeder Operation gibt es Risiken, die Narkose, mögliche Wundheilungsstörungen und Infektionen, aber rein statistisch gesehen handelt es sich um eine sehr unkomplizierte OP die in aller Regel komplikationsfrei verläuft. Ganz billig ist die Hodenstraffung nicht, je nach Arzt und Klinik sollte man um die 2500-3500€ einkalkulieren. Da es sich um einen rein ästhetischen und keinen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, muss er komplett aus eigener Tasche finanziert werden, auch private Kassen beteiligen sich nicht an den Kosten.

Natural XL Test und Erfahrungen

Bei dem Produkt Natural XL handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, das angeblich bei regelmäßiger Einnahme zur Vergrösserung des besten Stückes führen soll. Klingt gut, denn auch wenn viele Frauen angeben, dass es nicht auf die Größe ankommt und nur die Technik zählt, so ganz glaubwürdig klingt das meist nicht. Ganz davon abgesehen, wer möchte nicht in der Sauna neidende und erfurchtsvolle Blicke ernten? Viele Männer würden ihr letztes Hemd für ein paar Zemtimeter Zuwachs an der richtigen Stelle geben, Grund genug, Natural XL einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

Geliefert wird Natural XL, das 2x täglich eingenommen werden soll, in Monatspackungen zu je 60 Tabletten/Kapseln zum Preis von jeweils 34€ zuzüglich Versandkosten. Wer 2 Dosen bestellt zahlt 66€ und bekommt zusätzlich eine Monatsration gratis. Bei 3 Packungen zu 104€ gibt es sogar ganze 3 Dosen gratis, insgesamt genug für ein halbes Jahr, was den Preis pro Monat auf knapp 18€ pro Monat senkt. Wer gleich das größte Paket bestellt, zahlt also nur noch gut die Hälfte des Preises im Vergleich zur Monatspackung. Da der Hersteller ein Rückgaberecht für unangebrochene Packungen einräumt, falls nicht der gewünschte Effekt eintritt, ist das grosse Paket für jeden der rechnen kann die beste Wahl.

Die Inhaltstoffe sind:

1. L-Lysin: Eine Aminosäure, die auch in geringen Mengen in Fleisch enthalten ist und im Körper vierlei Funktionen erfüllt, von der Reparatur des Gewebes/Bindegewebes, Gewebewachstum bis hin zu essentiellen Funktionen des Immunsystems. Bei Natural XL soll vor allem der wachstumsförderne Effekt verbunden mit einer Gewebeneubildung genutzt werden.

2. L-Arginin: Ebenfall eine Aminisäure, die unter anderem die Bildung von Stickstoffmonoxid (SO) im Körper steuert. Dieses Stickstoffmonoxid sorgt für eine bessere Durchblutung der Gefässe, auch der feinen Haargefässe (Kapillaren) im Penis, was die Erektionsfähigkeit positiv beeinflussen kann. Der Stoff ist auch bei Sportlern beliebt, da er den Muskelaufbau anregt.

3. Tribulus Terrestris: Im deutschsprachigen Raum besser bekannt als Erd-Burzeldorn. Das gewächs stammt aus den Tropen bzw. Subtropen. Im Tieversuch bewirkt es eine Bildung von mehr Androgenrezeptoren, die z.B. in der Pubertät die Prägung der Männlichkeit prägen und ein Leben lang beeinflussen. Verlässliche wissenschaftliche Studien am Menschen existieren bislang nicht, eindeutig nachweisbar ist nur der blutdrucksenkende Effekt, schädlich ist der Stoff nicht.

4. Süsshölzer: Der Gattung der Süßhölzer, mit dem bekanntesten Vertreter Glycyrrhiza glabra, dem echten Süssholz, sind die meisten schon begegnet, ohne es zu ahnen: Der Stoff ist u.a. in Lakritze enthalten. Süssholzextrakte vermindern den Abbau von Cortisol, einem Nebennierenrindenhormon, wirkt u.a. entzündungshemmend.

5. Cucurbita pepo: Der Gartenkürbis, klingt unscheinbar, wird aber schon seit langem im Bereich der Urologie therapeutisch eingesetzt.

Insgesamt eine solide Zusammensetzung, die genauen Inhaltsmengen sind nicht auf der Webseite angegeben, die Mischung wirkt aber einleuchtend, neben der Förderung der Neubildung von Gewebe wird die Durchblutung verbessert und der Hormonhaushalt günstig beeinflusst. Alles Faktoren, die im Rahmen einer Penisvergrösserung ohne Operation wichtig sind. Wirkt es wirklich? Der Hersteller ist von der Wirkung überzeugt, neben den Packungen prangen auf der Webseite die Angaben +2cm bei der Monatspackung bis hin zu +7cm bei der Halbjahreskur. Sicher handelt es sich hierbei um außergewöhnliche Ergebnisse. Viel riskiert man mit einer Bestellung aber nicht, denn dank der zugesagten Wirkungsgarantie wird das Geld für unangebroche Packungen bei Nichtgefallen problemlos zurückerstattet.

Der kritische Selbsttest von Natural XL verlief positiv, auch wenn wir über die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse noch nichts sagen können und die Wirkung bei einem einzelnen Probanden nicht generalisiert werden kann. Die stärkere Durchblutung ist eindeutig spürbar, ähnlich dem „Blutwurst“ Effekt bei Potenzmitteln in leicht abgeschwächter Form, die Erektion wird merklich verstärkt und härter als gewöhnlich. Das alleine bedingt noch keinen permanenten Grössenzuwachs, zeigt aber, daß das Präparat eine eindeutig positive Wirkung auf den Penis hat. Wir bleiben am Ball und werden an entsprechender Stelle von der weiteren Entwicklung berichten.

Die Harnröhre juckt und brennt beim Mann

Ein Jucken oder Brennen in der Harnröhre kann viele Ursachen haben, tritt die Reizung nicht direkt nach dem Geschlechtsverkehr auf und klingt dann wieder ab, sind die Ursachen leider meist bakterieller Natur. Die Symptome sind meist sehr eindeutig und unangenehm bis schmerzhaft:

  • Vermehrtes Harndrang, auch wenn die Blase gar nicht bis kaum mit Urin gefüllt ist und das letzte Wasserlassen erst kurze Zeit her ist.
  • Ziehen und Kältegefühl in der Harnröhre, empfindlicher Harnröhrenausgang an der Eichel, machmal auch gerötet
  • Schmerzen oder Brennen, insbesondere direkt nach dem Urinieren
  • Teils Ausfluss aus der Harnröhre, weisslich bis gelblich, von der Konsistenz her an Schleim erinnernd. Morgens nach dem Aufstehen verstärker Ausfluss, der heraustropft oder sich herausstreichen läßt.

Der Übeltäter ist weder im Schimmbad, noch auf der öffentlichen Toilette oder der Sauna zu suchen, sondern im eigenen Bett: Fast alle Harnröhrenentzündungen bei Männern sind verursacht durch Gonokokken (oft auch Tripper genannt) oder Chlamydien, zwei Geschlechtskrankheiten die durch ungeschützen Sex übertragen werden und sehr gerne in Kombination auftreten.

Bei Frauen ist der Verlauf meist wesentlich milder und kaum von Schmerzen begleitet, äußert sich oft nur in einem mehr oder minder starken Ausfluss, der teils auch als Erregung fehlinterpretiert wird. Das ist auch ein Grund für die zunehmende Ausbreitung dieser Erreger, denn was keine Beschwerden veruracht, wird odt erst sehr spät als Infektion erkennt. Für Frauen teils dramatisch, denn verschleppte Infektionen mit Chlamydien können aufsteigen, die Eierstöcke schädigen und so für Unfrauchtbarkeit sorgen. Genaue Erhebungen zu Infektionsraten existieren nicht, allerdings sind diese Krankheiten verbreiteter als viele annehmen, man sieht sie auch bei genauer Betrachtung des Geschlechtsteils niemanden an, man riecht oder schmeckt sie von Ausnahmefällem mit starkem Ausfluss abgesehen, nicht.

Wichtig: Sobald die die oeben beschriebenen Symptome wahrgenommen werden, sollte zeitnah ein Termin beim Urologen vereinbart werden. Für die Diagnose wird eine Urinprobe ins Labor geschickt, beim Verdacht auf Chlamydien kann zusätzlich ein Abstrich der Harnröhre sinnvoll sein. Der ist unangenehm, weil ein kleines Problemstäbchen das an ein Wattestäbchen erinnert eingeführt werden muss. Er liefert aber dafür eine genauere Diagnostik als der Urin, weil Chlymdien intrazelluläre Erreger sind, die nicht auf der Schleimhaut sitzen, sondern sich in der Schleimhaut der Harnröhre einlagern und dort festsetzen.

Zudem muß bis zum erfolgreichen Abschluss der Behandlung mit Kondomen verhütet oder auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Auch eine Übertragung per Oralverkehr ist möglich, wenn auch seltener. Unbedingt auch die oder den Partner(in) informieren, denn falsche Scham und Unvorsichtigkeit führen nur zur einer weiteren Verbreitung.

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, in der Regel kommen gegen Tripper Cefixim oder Azithromycin zum Einsatz, die Chlamydien lassen sich gut mit Tretracyclinen wie Doxycyclin behandeln. Chlamydien sind hartnäckig, weil sie in bestimmten Stadien ihres Vermehrungszyklus ruhen und dann für Antibiotika unangreifbar sind. Daher ist eine Behandlung über 21 Tage indiziert, kürzere Behandlungszyklen führen oft zu einen Rezidiv. Erfreulicher Weise entwickeln Chlamydien im Gegensatz zu Gokokokken keine nennenswerten Resistenzen. Bei Tripper muß möglicherweise der Stamm bestimmt werden, denn auch wenn Cefixim oder Azithromycin meist zum Erfolg führen, gerade aus Asien kommen teils multiresistente Stämme, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika immun sind.

Gute Nachrichten zum Ende: Selten kann auch eine Entzündung oder Reizung der Prostata zu einem brennenden Gefühl in der Harnröhre fühlen, auch mit Rötung am Ausgang der Harnröhre, allerdings ohne Ausfluss. Eventuell ist dann nur eine Schmerzbehandlung nötig und die Symptome verschwinden ganz von selbst wieder, ohne antibiotische Therapie. Um eine Abklärung beim Arzt kommt aber niemand, der verantwortungsvoll mit der eigenen Gesundheit und der anderer umgeht, herum!

Können Vitamine für Männer die Fruchtbarkeit erhöhen?

Fertilität und Standkraft, zwei Eigenschaften über die viele Männer ihre Männlichkeit definieren. Selbst wenn das Sexualleben perfekt ist ist, ein unerfüllter Kinderwunsch und mangelnde Zeugungsfähigkeit sind extrem belastend. Das hat auch die Industrie für Nahrungsergänzungsmittel erkannt, in den Regalen von Apotheken und Drogeriemärkten buhlen allerlei Vitaminpräparate für den Mann um die Gunst der Käufer. Ob „Othomol Fertil Plus“, „Doppelherz Männer-Gesundheit“ oder „Centrum für Ihn“, um nur beispielhaft und wertungsfrei einige populäre Produkte zu nennen. Versprochen wird der Erhalt eines normalen Testoteronspiegels, Vitalität, Virilität sowie eine normale Spermienqualität.

Doch können die Vitamine für den Mann, oft nicht unbedingt die günstigsten Produkte im Regal, das leisten, was sie versprechen? Die Stichworte die einem immer wieder ins Auge fallen sind „normal“ , „beitragen“ und „erhalten“, egal ob auf den Packungen, Werbung oder Webseiten. Die Hersteller verwenden diese Begriffe in fast in jedem Zusammenhang, Aussagen wie „steigern“, „verbessern“ oder „erhöhen“ tauchen nirgends auf. Aus gutem Grund, denn neben den strikten rechtlichen Vorgaben bei der Werbung, der Blick auf die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe erinnert stark an die klassischen Multivitaminpräparate, die ohne schönen Namen und zum kleinen Preis, in Form von Brausetabletten, Tabeletten oder Kapseln, auch beim Discounter erhältlich sind: Zink, Selen, Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Kupfer, Vitamin D, Vitamin E, teils auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10.

Kommt bekannt vor? Ein Blick auf die Vitaminpräparate speziell für Frauen statt Männer offenbart Ernüchterndes: Im Grunde sind dort fast genau die gleichen Vitamine in nur geringfügig anderer Dosierung enthalten. Also alles Schwindel?

Nein, denn zumindest wer sich einseitig und wenig gesund ernährt, viel Streß hat, vielleicht noch raucht, kann möglicherweise an einem leichten Mangel an bestimmten Vitaminen leiden. Nicht im dramatischen Ausmaß, echte Mangelerscheinungen finden sich selten. Hier können Vitaminpräparate sinnvoll sein, viel hilft aber nicht viel, denn Vitamine und Mineralstoffe sind vergleichbar mit einem Schmiermittel, das Stoffwechselprozesse, das Immunsystem und die Produktion von Hormonen und körpereigenen Stoffen, reibungslos ablaufen läßt. Mehr Vitamine als nötig verbessern nichts, können sogar teils bei starker Überdosierung gesundheitsschädlich (z.B. Vitamin A) sein. Vergleichbar mit einem Motor: Fehlt ein Liter Öl, sollte man einen Liter nachschütten. Schütten wir 3 Liter nach, läuft der Motor dadurch weder besser, noch fährt das Auto schneller.

Fazit: Vitaminpillen, -pulver, -tabletten oder – kapseln einzunehmen kann unter gewissen Umständen sinnvoll sein, sie könnten theoretisch helfen z.B. eine normale Spermienqualität zu erhalten, wenn diese durch Vitaminmangel leicht abgenommen hätte. Wunder können alle diese Präparate definitiv nicht bewirken, wer aus anderen Ursachen nicht genügend aktive, gesunde Spermien produziert, wird es auch mit Vitaminen nicht. Andererseits schaden die Produkte nicht, solange man sie nicht extrem überdosiert, außer vielleicht dem Geldbeutel. Da sollte gut überlegt sein, ob nicht der Griff zum günstigen No-Name Produkt ohne Zusatz „Für den Mann“ die elegantere Wohl ist, denn nicht umsonst lautet der Titel des großen Vitamintests der Zeitschrift Ökotest: „Multivitaminpräparate – Bestenfalls nutzlos“. Ein bischen wie bei der Homöopathie mit ihren kleinen weißen Kügelchen: Der Placeboeffekt und Glaube an eine Wirkung sind nicht zu unterschätzen, selbst wenn diese effektiv nicht vorhanden ist.

HIV Selbsttests für zu Hause

Das Thema HIV ist in der öffentlichen Wahrnehmug leider nicht mehr so präsent wie vor dem Jahrtausendwechsel, laut der offiziellen Statistiken des Robert Koch Instituts stieg die Anzahl der Neuinfektionen seit dem Jahr 2000 wieder stetig an um in den letzten Jahren auf einem relativ hohen Niveau zu verharren, allen Informationskampagnen zum Trotz. Schuld an der Misere ist, daß es in Deutschland immer noch eine niedrige fünfstellige Zahl an Infizierten gibt, die gar nichts von ihrer Infektion wissen. Auch wenn Homesexuelle und Drogenkonsumenten gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sicher öfter betroffen sind, HIV bzw. AIDS unterscheidet nicht nach Alter, Geschlecht, sexueller Neigung oder Lebensgewohnheiten. Man sieht Menschen eine Infektion mit dem Virus nicht an, jeder ungeschützte Geschlechtsverkehr mit einem ungetesteten Partner kann potentiell eine Ansteckung bedeuten.

In Deutschland sind die aus den USA stammenden HIV Selbsttests wie das „OraQuick“ Testkit das mit Speichel statt Blut arbeitet noch nicht erhältlich. Im europäischen Ausland sind derartige Tests schon frei in der Apotheke erhältich, viele Infektionsexperten befürworten auch eine Einführung hierzulande. Der HIV Heimtest auf Antikörper liefert zwar keine 100%igen Ergebnisse wie aktuelle Antigen-Tests und ist erst ca. zwei Monate nach einer möglichen Ansteckung bei richtiger Anwandung zu 99% genau, kann dafür aber diskret zu Hause durchgeführt werden. Er erreicht genau die Zielgruppe, die sich sonst wahrscheinlich gar nicht testen lassen würde, insofern überwiegen trotz möglichen Anwendungsfehlern bei Durchführung durch medizinische Laien und einer geringeren Genauigkeit als beim klassischen Labortest dennoch eindeutig die Vorteile. Fällt der Test zu Hause, was hoffentlich nicht der Fall ist, positiv aus, muß ohnehin zur Abklärung noch eine Blutuntersuchung beim Arzt erfolgen.

Aktuell sind HIV Heimtests nur über ausländische Versandapotheken aus Frankreich oder England erhältlich, der Hersteller selbst versendet nur innerhalb der USA. Bestellen darf man den Test in Deutschland trotzdem, die Beschaffung ist ebenso wie die Anwendung nicht illegal. Für alle die, warum auch immer, den Besuch beim eigenen Arzt scheuen, gibt es drei Möglichkeiten diskret und anonym gestestet zu werden:

  1. Viele Laborärzte bieten die Möglichkeit direkt vor Ort eine Blutprobe entnehmen und sich testen zu lassen. Die Kosten sind nicht höher als die eines Selbsttests zu Hause, der Test kann anonym durchgeführt werden und bar bezahlt werden. Dazu muß weder die Krankenkassenkarte vorgelegt, noch der Hausarzt informiert werden, alles ganz diskret. Über Google läßt sich ein Labor in der Nähe leicht finden, eine Terminvereinbarung vorab ist in der Regel nicht nötig.
  2. Die AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter in vielen Städten bieten anonyme Tests zum Selbstkostenpreis oder sogar kostenlos an.
  3. HIV Heimtest über das Internet bestellen

Angst vor einem solchen Test sollte niemand haben, denn eine mögliche Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus verschwindet nicht durch Unwissen. Vielmehr belastet Ungewissheit und im schlimmsten Fall sind die Behandlungsmöglichkeiten (auch wenn noch keine Heilung möglich ist) am besten, je früher die Erkrankung erkannt wird.

 

XHamster, YouPorn und PornHub über Google nicht zu finden?

Frauen mögen vielleicht anführen: Unterhaltung für Männer ist einfach gestrickt, aber so sind wir nun mal, wenn es um schnelle sexuelle Befriedigung zwischendruch geht. Nicht umsonst verzeichnen die einschlägigen Portale wie YouPorn, XHamster, PornHub, XVideos, XNXX, Redtube, Tube8, oder wie immer sie auch heißen, Milliarden an Nutzerzugriffen im Jahr.

Das Problem in Deutschland: Frei zugängliche Pornos finden die Jugendschutzbehörden und Exekutive gar nicht lustig, denn die Bundesrepublik hat eines der restriktivsten Jugendschutzgesetzte der Welt. Inhalte für über 18 Jährige, per Definition alles was sexuelle Handlungen oder Posen beinhaltet, dürfen daher rein rechtlich gesehen nur nach einer strengen Alterskontrolle mit Identifikation und Verifikation gezeigt werden. Was im ersten Moment ehrbar klingt, stösst in den Weiten des Internet schnell an seine Grenzen, denn abgesehen von Staaten mit Zensur durch den Gesetzgeber, sind alle Inhalte überall abrufbar. Vorausgesetzt, man kennt den sogenannten Domainnamen, der üblicher Weise direkt in der dafür vorgesehenen Browserzeile eingegeben wird. Dann läuft der Jugendschutz nämlich komplett ins Leere, kann sich dem Eindruck einer gewissen Realitätsferne nicht erwehren. Gut gedacht, schlecht gemacht.

Gibt man den Namen aus Gewohnheit in den Suchschlitz bei Google ein, passieren gleichzeitig zwei Dinge:

  1. Weil auf Antrag der deutschen Behörden alle frei zugänglichen Pornoseiten aus rechtlichen Gründen für deutsche Nutzer von Google über den Dienst LumenDatabase.org gesperrt sind, darf Google die passenden Ergebnisse nicht anzeigen.  Selbst wenn die Mitarbeiter im Hamburg oder München es den Männern gönnen würden, selbst ein internationales Grossunternehmen muss sich nationalen Regelungen beugen, von Deutschland aus sind diese Seiten in Google unauffindbar, egal wieviele Seiten mit Suchergebnissen Mann durchklickt.
  2. Einige mehr oder minder dreiste Webseitenbetreiber haben das gemerkt und ihrerseits Seiten die sich „Xhamster Deutsch„, „Xvideos Germany“ oder „Youporn Deutschland“ nennen gestartet. Diese Fälschungen haben mit den Originalen überhaupt nichts gemein, meist wenig Inhalte in schlechter Qualität, dafür viel irreführende and aggressive Werbung. Der Bekannheitsgrad der Original Marke wird ausgenutzt, um Männer in die Irre zu führen. Kein schönes, aber offensichtlich ein sehr einträgliches Geschäft, denn diese Pseudoseiten schiessen wie Pilze aus dem Boden. Weil sie sich meist auch nicht jugendschutzkonform sind, verschwinden sie meist binnen weniger Wochen und Monate, nur im mit neuen Fälschungen ersetzt zu werden.

Was hat das mit Medizin zu tun? Gar nichts, aber wir denken, dass unsere Leser in den ganz privaten Momenten nicht unbedingt in der Werbewüste landen wollen, sondern die verdiente Entspannung finden sollten.

Daher unsere ausdrückliche Warnung: Nicht hinters Licht führen lassen, Erwachsenenunterhaltung in wirklich solider Qualität gibt es ausschliesslich auf den Originalseiten. Die zu finden ist nicht schwer, denn die meisten Internetauftritte aus den USA nutzen die Domainendung .com, angehängt an den Namen wie XHamster, YouPorn und PornHub und eingegeben in der Browserzeile ist man dann nur noch einen Klick mit der Eingabetaste vom Original entfernt. Auch dort kommt man um, teils nicht als solche erkennbare, Werbung nicht ganz herum, aber zumindest wird man nach dem Durchklicken oder Wegklicken mit dem belohnt, was man gerne sehen möchte, statt sich durch endlose Pop-Ups und Werbeeinblendungen zu wühlen.

In diesem Sinne: Viel Spass! Ganz nebenbei hat regelmäßige Masturbation einige Vorteile: Stress wird abgebaut, die Standfestigkeit des Penis wird trainiert und zusätzlich wird die Produktion frischer, fitter Spermien angeregt. Selbst beim Abnehmen hilft das Onanieren, zumindest ein bischen, denn pro Vorgang werden um die 100 Kalorien verbrannt. Das entspricht in etwa dem Kalorienverbrauch von 8 Minuten Jogging in mittlere Geschwindigkeit.

 

Knubbel am Hoden – Hodenkrebs?

Für viele Männer ist es ein Moment des Schreckens: Beim Duschen, Rasieren oder sexuellen Aktivitäten läßt sich plötzlich ein kleiner Knubbel an einem der beiden Hoden durch den Hodensack ertasten. Bisher unbemerkt, weil er keine Schmerzen verursacht hat und nur bei direktem Druck auf den eher weichen Knoten unangenehm ist. Unweigerlich denken die meisten hierbei an Hodenkrebs, eine der häufigsten Krebsarten bei jungen Männern zwischen dem 20 und 40 Lebensjahr.

Die Vermutung ist nicht gänzlich falsch, eine zügige urologische Abklärung ist auf jeden Fall zu empfehlen, was aber viele Männer nicht wissen: Die Ursache ist oft völlig harmloser Natur: In Folge kleiner Entzündungen und/oder Verletzungen kann es zur Bildung kleiner Zysten im Bereich des Nebenhodens kommen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Je nachdem ob der Knubbel mit Samenflüssigkeit oder Wasser gefüllt ist, spricht man entweder von einer Spermatozele oder Hydrozele.

Spermatozelen bedürfen aus rein medizinischer Sicht in der Regel keinerlei Behandlung, solange sie keine Schmerzen verursachen oder beim Sex als sehr störend oder einschränkend wahrgenommen werden. Das gleiche gilt meist für Hydrozelen, die aber im seltenen Fällen auf eine sehr beachtliche Größe anwachsen können. In vielen urologischen Praxen und Ambulanzen gibt es zu Hydrozelen die abenteuerlichsten Geschichten und Erzählungen, denn manche Exemplare können die vielfache Größe des eigentlichen Hodens erreichen. In solchen Extremfällen kommt man natürlich um eine Operation nicht herum.

Fazit: Tastet man am Hoden einen Knubbel, ist ausnahmslos in jedem Fall der Gang zum Arzt indiziert. Entweder am selben Tag in die urologische Ambulanz, oder im Verlauf der Woche zum Urologen, mit Knoten am Hoden bekommt man dort problemlos kurzfristig einen Termin für einen Ultraschall, der Klarheit bringt. Angst oder Panik sind aber fehl am Platze, denn auch wenn es Hodenkrebs sein kann, die Wahrscheinlichkeit, daß die Ursache harmloser Natur ist, ist weitaus höher.

Selbst wenn es sich um Hodenkrebs handeln sollte: Diese Krebsart hat, rechtzeitig in einem frühen Stadium erkannt, exzellente Heilungschancen. Laut offizieller Statistik ist in den Tumorstadien T1 und T2, ohne Metastasen (wenn der Krebs nicht in andere Organe gestreut hat), eine Heilung in mehr als 95% der Fälle möglich.

 

Krummer Penis – Normal oder behandlungsbedürftig?

Die guten Nachrichten gleich vorweg: Kaum ein Penis ist wirklich gerade, was einfach daran liegt, daß die insgesamt drei Schwellkörper eher selten exakt gleich groß sind und exakt gleich viel Blut aufnehmen können. Es handelt sich meist um eine angeborene und ganz natürliche Variation im Normbereich, die weder einer medizinischen Behandlung bedarf, noch beim Sex stört. Für Frauen ist diese kleine Abweichung nicht wahrnehmbar, die Vagina passt sich daran problemlos an. Oft sind Männer mit einem etwas größeren Penis überproportional oft betroffen, denn je länger der Schwellkörper, desto eher werden kleine Abweichungen sichtbar.

Das größte Mythos: Der Penis verkrümmt sich durch zuviel Selbstbefriedigung mit der gleichen Hand. Diese Annahme ist vollkommen haltlos und auch der Luft gegriffen, niemand kann seinen Penis mit Hilfe von Selbstbefriedigung in einem wahrnehmbaren Maße oder dauerhaft verformen.

Wesentlich seltener ist die krankhafte, erworbene Deviation (zu Deutsch; Abweichung), eine Penisverkrümmung die oft erst im mittleren Erwachsenenalter zwischen 40 und 60 Jahren auftritt und etwa 5% aller Männer in dieser Altersgruppe im mehr oder minder dramatischen Maße betrifft. Der Fachbegriff lautet Induratio Penis Plastica, abgekürzt IPP. Die effektive genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute nicht abschließend geklärt, man vermutet, daß minimale Risse im Bindegewebe, die durch genetische Faktoren begünstigt sein können, zu Entzündungen führen, die im Heilungsprozess unter der Bildung von Ablagerungen (Plaques) in Verhärtungen im äußeren Schwellkörpergewebe enden. Männer mit Problemen eine vollständige harte Erektion zu bekommen, scheinen anfälliger für diese Mikroverletzungen zu sein. Wer wie viele Diabetiker an Durchblutungsstörungen leidet, hat also ein erhöhtes Risiko für IPP.

Der betroffene Schwellkörper bekommt durch das verklumpte Gewebe einen leichten Knick, der sich durch weitere Verletzungen mit zunehmender Krümmung verstärkt. Die Symptome sind Schmerzen bei der Erektion und dem Geschlechtsverkehr, die bis hin zur Unfähigkeit den Verkehr zu vollziehen führen können.

Die Erkrankung sollte möglichst frühzeitig behandelt werden, denn je schneller gehandelt wird, desto besser sind die Aussichten, das Fortschreiten wirksam zu stoppen. Im ganz frühen Stadien kann eine Behandlung mit Medikamenten zielführend sein, welche die Entzündungen bekämpfen, die Durchblutung fördern und so für einen Abtransport der Plaques die das Gewebe verhärten lassen sorgen. Greift diese Behandlung ist, ist oft die Operation der einzige Ausweg. Ein bewährter Eingriff, der aber nicht selten zu einer nicht unerheblichen Verkürzung des Penis (im Bereich mehrerer Zentimeter) führt, weil der gesunde Schwellkörper an den erkrankten angeglichen wird. Daher stehen viele Patienten diesem Eingriff sehr kritisch gegenüber.

Eine Alternative, die zwar keine Heilung aber zumindest eine leichte Besserung bzw. den Erhalt des Status Quo erbringen kann, sind medizinische Streckgürtel wie Phallosan. Die Kosten hierfür werden teils von den Krankenkassen übernommen. Vorsicht: Die üblichen Penispumpen oder auch Penis Extender/steifen Streckapparate die im Internet oft sehr aggressiv zur angeblichen Verlängerung des Penis beworben werden, sind völlig ungeeignet und erhöhen nur das Risiko neuer Verletzungen.

 

Viagra Fälschungen auf dem Vormarsch

Vor zwei Wochen hat der deutsche Zoll seine Statistik für das Jahr 2015 veröffenlicht und eine besorgniserregende Bilanz gezogen. So stieg die Zahl der beschlagnahmten illegalen Medikamente, angeführt von Fälschungen des beliebten Potenzmittels Viagra, auf 3,9 Millionen, was einer Steigerung von 400% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wie die Welt berichtete, wurden dabei laut der Universität Bonn, die teils mit der Analyse betraut war,  sogar Inhaltsstoffe gefunden, die in Medikamenten gar nicht verloren haben, z.B. blaue Straßenfarbe oder Bodenwachs.

Wir möchten diese erschreckenden Zahlen zum Anlass nehmen, nochmals ausdrücklich vor der Bestellung und dem Konsum solcher Arzneimittelfälschungen zu warnen. Gefährlich sind nicht nur mögliche Verunreinigungen oder unappetitliche und nicht für den menschlichen Verzehr geeignete Inhaltsstoffe, sondern auch eine unkalkulierbare Wirkstoffkonzentration. Durch die oft mangelhaften technischen Voraussetzungen bei der Produktion können einzelne Tabletten einer Charge eine vielfach erhöhte Wirkstoffkonzentration enthalten, während wieder andere gar keinen Wirkstoff enthalten. Insbesondere ersteres führt zu einer potentiell lebensbedrohlichen Überdosierung, insbesondere wenn im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben der Fälscher ohnehin grenzwertige Dosierungen eingenommen werden.

Fälschungen sind relativ einfach zu erkennen, nicht anhand der Verpackung, dafür aber umso leichter anhand der Webseiten auf denen sie angeboten werden:

  • Die angeblichen Apotheken haben verdächtige Begriffe direkt im Domainnamen, etwa „Potenzmittel“, „Pillen“ oder ähnliche Schlüsselwörter, die im Namen einer echten Apotheke nie zu finden sind.
  • Es wird ganz bewußt herausgestellt, daß es sich um Originalpräparate handelt. Die Erwähnung oder Betonung dieser Selbstverständlichkeit ist immer ein Indiz dafür, daß genau das Gegenteil der Fall ist.
  • Da die Fälscher meist im Ausland sitzen, sind viele der Webseiten nur leidlich übersetzt, enthalten Rechtschreibfehler, Grammatikfehler. Oft merkt man, daß sie nur leidlich und unvollständig aus dem Englischen übersetzt wurden.
  • Es fehlen die nach deutschem und europäischen Recht nötigen Pflichtangaben, etwa eine Adresse, Telefonnummer, allgemeine Geschäftsbedingungen, Widerrufsbelehrungen mit Angabe einer Adresse für den Rückversand, Hinweise zum Datenschutz.
  • Es werden nicht die üblichen Zahlungsmethoden wie Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal angeboten, sondern eher als dubios einzustufende anonyme Zahlungsmittel wie Bitcoin, Western Union u.ä.
  • Die Präparate werden nicht in den üblichen Verpackungseinheiten beworben oder es wird angegeben, daß auch einzelne Blister ohne Umverpackung verschickt werden.
  • Es gibt Kombiangebote, wer 100 Viagra bestellt erhält 10 Cialis gratis. Seriöse Anbieter würden niemals unterschiedliche Mittel zum ausprobieren versenden.
  • Das Produkt wird auf Ebay verkauft, was den Geschäftsbedingungen von Ebay widerspricht, egal wieviele positive Bewertungen der Verkäufer haben mag.
  • Auf der Webseite wird prominent mit Kundenbewertungen geworben, die sich aber anhand externe Bewertungssysteme nicht nachvollziehen lassen
  • Es werden angeblich verbesserte Versionen der Originalpräparate mit frei erfundenen Zusatzbezeichnungen wie „Super“, Plus“, „Professionell“ o.ä. verkauft.
  • Es wird nur Versand per EMS, oder sonstige Express- oder Kurierdienste angeboten.
  • Im Design der Seite tauchen prominent Bilder von Ärzten im Kittel oder Frauen in erotischen Posen auf, die man auf der Webseite einer seriösen Onlineapotheke niemals finden würde.
  • Es wird aktiv damit geworben, daß die Medikamente ohne jegliche Verordnung direkt bestellt werden können.

Treffen eines oder gleich mehrere Merkmale aus der Liste zu, handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entweder um Fälschungen oder illegal aus dem Ausland importierte Generika. Im Sinne der eigenen Gesundheit sollten die oft verführerisch günstigen Preise niemals zum Kauf verleiten. Jeder Urologe oder Androloge stellt nach einem direkten Gespräch, solange keine gesundheitlichen Kontraindikationen vorliegen, ganz problemlos ein Rezept aus (Privatrezept, die Krankenkassen erstatten PDE-5 Hemmer nur in sehr wenigen begründeten Fällen), daß ganz diskret in jeder deutschen Apotheke eingelöst werden kann. Oft wird er auch weiterreichende Untersuchungen empfehlen, denn Erektionsprobleme sind oft harmloser Natur, können aber auch das Symptom einer schwerwiegenderen Grunderkrankung wie Diabetes sein.