Können Vitamine für Männer die Fruchtbarkeit erhöhen?

Fertilität und Standkraft, zwei Eigenschaften über die viele Männer ihre Männlichkeit definieren. Selbst wenn das Sexualleben perfekt ist ist, ein unerfüllter Kinderwunsch und mangelnde Zeugungsfähigkeit sind extrem belastend. Das hat auch die Industrie für Nahrungsergänzungsmittel erkannt, in den Regalen von Apotheken und Drogeriemärkten buhlen allerlei Vitaminpräparate für den Mann um die Gunst der Käufer. Ob „Othomol Fertil Plus“, „Doppelherz Männer-Gesundheit“ oder „Centrum für Ihn“, um nur beispielhaft und wertungsfrei einige populäre Produkte zu nennen. Versprochen wird der Erhalt eines normalen Testoteronspiegels, Vitalität, Virilität sowie eine normale Spermienqualität.

Doch können die Vitamine für den Mann, oft nicht unbedingt die günstigsten Produkte im Regal, das leisten, was sie versprechen? Die Stichworte die einem immer wieder ins Auge fallen sind „normal“ , „beitragen“ und „erhalten“, egal ob auf den Packungen, Werbung oder Webseiten. Die Hersteller verwenden diese Begriffe in fast in jedem Zusammenhang, Aussagen wie „steigern“, „verbessern“ oder „erhöhen“ tauchen nirgends auf. Aus gutem Grund, denn neben den strikten rechtlichen Vorgaben bei der Werbung, der Blick auf die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe erinnert stark an die klassischen Multivitaminpräparate, die ohne schönen Namen und zum kleinen Preis, in Form von Brausetabletten, Tabeletten oder Kapseln, auch beim Discounter erhältlich sind: Zink, Selen, Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Kupfer, Vitamin D, Vitamin E, teils auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10.

Kommt bekannt vor? Ein Blick auf die Vitaminpräparate speziell für Frauen statt Männer offenbart Ernüchterndes: Im Grunde sind dort fast genau die gleichen Vitamine in nur geringfügig anderer Dosierung enthalten. Also alles Schwindel?

Nein, denn zumindest wer sich einseitig und wenig gesund ernährt, viel Streß hat, vielleicht noch raucht, kann möglicherweise an einem leichten Mangel an bestimmten Vitaminen leiden. Nicht im dramatischen Ausmaß, echte Mangelerscheinungen finden sich selten. Hier können Vitaminpräparate sinnvoll sein, viel hilft aber nicht viel, denn Vitamine und Mineralstoffe sind vergleichbar mit einem Schmiermittel, das Stoffwechselprozesse, das Immunsystem und die Produktion von Hormonen und körpereigenen Stoffen, reibungslos ablaufen läßt. Mehr Vitamine als nötig verbessern nichts, können sogar teils bei starker Überdosierung gesundheitsschädlich (z.B. Vitamin A) sein. Vergleichbar mit einem Motor: Fehlt ein Liter Öl, sollte man einen Liter nachschütten. Schütten wir 3 Liter nach, läuft der Motor dadurch weder besser, noch fährt das Auto schneller.

Fazit: Vitaminpillen, -pulver, -tabletten oder – kapseln einzunehmen kann unter gewissen Umständen sinnvoll sein, sie könnten theoretisch helfen z.B. eine normale Spermienqualität zu erhalten, wenn diese durch Vitaminmangel leicht abgenommen hätte. Wunder können alle diese Präparate definitiv nicht bewirken, wer aus anderen Ursachen nicht genügend aktive, gesunde Spermien produziert, wird es auch mit Vitaminen nicht. Andererseits schaden die Produkte nicht, solange man sie nicht extrem überdosiert, außer vielleicht dem Geldbeutel. Da sollte gut überlegt sein, ob nicht der Griff zum günstigen No-Name Produkt ohne Zusatz „Für den Mann“ die elegantere Wohl ist, denn nicht umsonst lautet der Titel des großen Vitamintests der Zeitschrift Ökotest: „Multivitaminpräparate – Bestenfalls nutzlos“. Ein bischen wie bei der Homöopathie mit ihren kleinen weißen Kügelchen: Der Placeboeffekt und Glaube an eine Wirkung sind nicht zu unterschätzen, selbst wenn diese effektiv nicht vorhanden ist.

HIV Selbsttests für zu Hause

Das Thema HIV ist in der öffentlichen Wahrnehmug leider nicht mehr so präsent wie vor dem Jahrtausendwechsel, laut der offiziellen Statistiken des Robert Koch Instituts stieg die Anzahl der Neuinfektionen seit dem Jahr 2000 wieder stetig an um in den letzten Jahren auf einem relativ hohen Niveau zu verharren, allen Informationskampagnen zum Trotz. Schuld an der Misere ist, daß es in Deutschland immer noch eine niedrige fünfstellige Zahl an Infizierten gibt, die gar nichts von ihrer Infektion wissen. Auch wenn Homesexuelle und Drogenkonsumenten gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sicher öfter betroffen sind, HIV bzw. AIDS unterscheidet nicht nach Alter, Geschlecht, sexueller Neigung oder Lebensgewohnheiten. Man sieht Menschen eine Infektion mit dem Virus nicht an, jeder ungeschützte Geschlechtsverkehr mit einem ungetesteten Partner kann potentiell eine Ansteckung bedeuten.

In Deutschland sind die aus den USA stammenden HIV Selbsttests wie das „OraQuick“ Testkit das mit Speichel statt Blut arbeitet noch nicht erhältlich. Im europäischen Ausland sind derartige Tests schon frei in der Apotheke erhältich, viele Infektionsexperten befürworten auch eine Einführung hierzulande. Der HIV Heimtest auf Antikörper liefert zwar keine 100%igen Ergebnisse wie aktuelle Antigen-Tests und ist erst ca. zwei Monate nach einer möglichen Ansteckung bei richtiger Anwandung zu 99% genau, kann dafür aber diskret zu Hause durchgeführt werden. Er erreicht genau die Zielgruppe, die sich sonst wahrscheinlich gar nicht testen lassen würde, insofern überwiegen trotz möglichen Anwendungsfehlern bei Durchführung durch medizinische Laien und einer geringeren Genauigkeit als beim klassischen Labortest dennoch eindeutig die Vorteile. Fällt der Test zu Hause, was hoffentlich nicht der Fall ist, positiv aus, muß ohnehin zur Abklärung noch eine Blutuntersuchung beim Arzt erfolgen.

Aktuell sind HIV Heimtests nur über ausländische Versandapotheken aus Frankreich oder England erhältlich, der Hersteller selbst versendet nur innerhalb der USA. Bestellen darf man den Test in Deutschland trotzdem, die Beschaffung ist ebenso wie die Anwendung nicht illegal. Für alle die, warum auch immer, den Besuch beim eigenen Arzt scheuen, gibt es drei Möglichkeiten diskret und anonym gestestet zu werden:

  1. Viele Laborärzte bieten die Möglichkeit direkt vor Ort eine Blutprobe entnehmen und sich testen zu lassen. Die Kosten sind nicht höher als die eines Selbsttests zu Hause, der Test kann anonym durchgeführt werden und bar bezahlt werden. Dazu muß weder die Krankenkassenkarte vorgelegt, noch der Hausarzt informiert werden, alles ganz diskret. Über Google läßt sich ein Labor in der Nähe leicht finden, eine Terminvereinbarung vorab ist in der Regel nicht nötig.
  2. Die AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter in vielen Städten bieten anonyme Tests zum Selbstkostenpreis oder sogar kostenlos an.
  3. HIV Heimtest über das Internet bestellen

Angst vor einem solchen Test sollte niemand haben, denn eine mögliche Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus verschwindet nicht durch Unwissen. Vielmehr belastet Ungewissheit und im schlimmsten Fall sind die Behandlungsmöglichkeiten (auch wenn noch keine Heilung möglich ist) am besten, je früher die Erkrankung erkannt wird.

 

XHamster, YouPorn und PornHub über Google nicht zu finden?

Frauen mögen vielleicht anführen: Unterhaltung für Männer ist einfach gestrickt, aber so sind wir nun mal, wenn es um schnelle sexuelle Befriedigung zwischendruch geht. Nicht umsonst verzeichnen die einschlägigen Portale wie YouPorn, XHamster, PornHub, XVideos, XNXX, Redtube, Tube8, oder wie immer sie auch heißen, Milliarden an Nutzerzugriffen im Jahr.

Das Problem in Deutschland: Frei zugängliche Pornos finden die Jugendschutzbehörden und Exekutive gar nicht lustig, denn die Bundesrepublik hat eines der restriktivsten Jugendschutzgesetzte der Welt. Inhalte für über 18 Jährige, per Definition alles was sexuelle Handlungen oder Posen beinhaltet, dürfen daher rein rechtlich gesehen nur nach einer strengen Alterskontrolle mit Identifikation und Verifikation gezeigt werden. Was im ersten Moment ehrbar klingt, stösst in den Weiten des Internet schnell an seine Grenzen, denn abgesehen von Staaten mit Zensur durch den Gesetzgeber, sind alle Inhalte überall abrufbar. Vorausgesetzt, man kennt den sogenannten Domainnamen, der üblicher Weise direkt in der dafür vorgesehenen Browserzeile eingegeben wird. Dann läuft der Jugendschutz nämlich komplett ins Leere, kann sich dem Eindruck einer gewissen Realitätsferne nicht erwehren. Gut gedacht, schlecht gemacht.

Gibt man den Namen aus Gewohnheit in den Suchschlitz bei Google ein, passieren gleichzeitig zwei Dinge:

  1. Weil auf Antrag der deutschen Behörden alle frei zugänglichen Pornoseiten aus rechtlichen Gründen für deutsche Nutzer von Google über den Dienst LumenDatabase.org gesperrt sind, darf Google die passenden Ergebnisse nicht anzeigen.  Selbst wenn die Mitarbeiter im Hamburg oder München es den Männern gönnen würden, selbst ein internationales Grossunternehmen muss sich nationalen Regelungen beugen, von Deutschland aus sind diese Seiten in Google unauffindbar, egal wieviele Seiten mit Suchergebnissen Mann durchklickt.
  2. Einige mehr oder minder dreiste Webseitenbetreiber haben das gemerkt und ihrerseits Seiten die sich „Xhamster Deutsch„, „Xvideos Germany“ oder „Youporn Deutschland“ nennen gestartet. Diese Fälschungen haben mit den Originalen überhaupt nichts gemein, meist wenig Inhalte in schlechter Qualität, dafür viel irreführende and aggressive Werbung. Der Bekannheitsgrad der Original Marke wird ausgenutzt, um Männer in die Irre zu führen. Kein schönes, aber offensichtlich ein sehr einträgliches Geschäft, denn diese Pseudoseiten schiessen wie Pilze aus dem Boden. Weil sie sich meist auch nicht jugendschutzkonform sind, verschwinden sie meist binnen weniger Wochen und Monate, nur im mit neuen Fälschungen ersetzt zu werden.

Was hat das mit Medizin zu tun? Gar nichts, aber wir denken, dass unsere Leser in den ganz privaten Momenten nicht unbedingt in der Werbewüste landen wollen, sondern die verdiente Entspannung finden sollten.

Daher unsere ausdrückliche Warnung: Nicht hinters Licht führen lassen, Erwachsenenunterhaltung in wirklich solider Qualität gibt es ausschliesslich auf den Originalseiten. Die zu finden ist nicht schwer, denn die meisten Internetauftritte aus den USA nutzen die Domainendung .com, angehängt an den Namen wie XHamster, YouPorn und PornHub und eingegeben in der Browserzeile ist man dann nur noch einen Klick mit der Eingabetaste vom Original entfernt. Auch dort kommt man um, teils nicht als solche erkennbare, Werbung nicht ganz herum, aber zumindest wird man nach dem Durchklicken oder Wegklicken mit dem belohnt, was man gerne sehen möchte, statt sich durch endlose Pop-Ups und Werbeeinblendungen zu wühlen.

In diesem Sinne: Viel Spass! Ganz nebenbei hat regelmäßige Masturbation einige Vorteile: Stress wird abgebaut, die Standfestigkeit des Penis wird trainiert und zusätzlich wird die Produktion frischer, fitter Spermien angeregt. Selbst beim Abnehmen hilft das Onanieren, zumindest ein bischen, denn pro Vorgang werden um die 100 Kalorien verbrannt. Das entspricht in etwa dem Kalorienverbrauch von 8 Minuten Jogging in mittlere Geschwindigkeit.

 

Knubbel am Hoden – Hodenkrebs?

Für viele Männer ist es ein Moment des Schreckens: Beim Duschen, Rasieren oder sexuellen Aktivitäten läßt sich plötzlich ein kleiner Knubbel an einem der beiden Hoden durch den Hodensack ertasten. Bisher unbemerkt, weil er keine Schmerzen verursacht hat und nur bei direktem Druck auf den eher weichen Knoten unangenehm ist. Unweigerlich denken die meisten hierbei an Hodenkrebs, eine der häufigsten Krebsarten bei jungen Männern zwischen dem 20 und 40 Lebensjahr.

Die Vermutung ist nicht gänzlich falsch, eine zügige urologische Abklärung ist auf jeden Fall zu empfehlen, was aber viele Männer nicht wissen: Die Ursache ist oft völlig harmloser Natur: In Folge kleiner Entzündungen und/oder Verletzungen kann es zur Bildung kleiner Zysten im Bereich des Nebenhodens kommen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Je nachdem ob der Knubbel mit Samenflüssigkeit oder Wasser gefüllt ist, spricht man entweder von einer Spermatozele oder Hydrozele.

Spermatozelen bedürfen aus rein medizinischer Sicht in der Regel keinerlei Behandlung, solange sie keine Schmerzen verursachen oder beim Sex als sehr störend oder einschränkend wahrgenommen werden. Das gleiche gilt meist für Hydrozelen, die aber im seltenen Fällen auf eine sehr beachtliche Größe anwachsen können. In vielen urologischen Praxen und Ambulanzen gibt es zu Hydrozelen die abenteuerlichsten Geschichten und Erzählungen, denn manche Exemplare können die vielfache Größe des eigentlichen Hodens erreichen. In solchen Extremfällen kommt man natürlich um eine Operation nicht herum.

Fazit: Tastet man am Hoden einen Knubbel, ist ausnahmslos in jedem Fall der Gang zum Arzt indiziert. Entweder am selben Tag in die urologische Ambulanz, oder im Verlauf der Woche zum Urologen, mit Knoten am Hoden bekommt man dort problemlos kurzfristig einen Termin für einen Ultraschall, der Klarheit bringt. Angst oder Panik sind aber fehl am Platze, denn auch wenn es Hodenkrebs sein kann, die Wahrscheinlichkeit, daß die Ursache harmloser Natur ist, ist weitaus höher.

Selbst wenn es sich um Hodenkrebs handeln sollte: Diese Krebsart hat, rechtzeitig in einem frühen Stadium erkannt, exzellente Heilungschancen. Laut offizieller Statistik ist in den Tumorstadien T1 und T2, ohne Metastasen (wenn der Krebs nicht in andere Organe gestreut hat), eine Heilung in mehr als 95% der Fälle möglich.

 

Krummer Penis – Normal oder behandlungsbedürftig?

Die guten Nachrichten gleich vorweg: Kaum ein Penis ist wirklich gerade, was einfach daran liegt, daß die insgesamt drei Schwellkörper eher selten exakt gleich groß sind und exakt gleich viel Blut aufnehmen können. Es handelt sich meist um eine angeborene und ganz natürliche Variation im Normbereich, die weder einer medizinischen Behandlung bedarf, noch beim Sex stört. Für Frauen ist diese kleine Abweichung nicht wahrnehmbar, die Vagina passt sich daran problemlos an. Oft sind Männer mit einem etwas größeren Penis überproportional oft betroffen, denn je länger der Schwellkörper, desto eher werden kleine Abweichungen sichtbar.

Das größte Mythos: Der Penis verkrümmt sich durch zuviel Selbstbefriedigung mit der gleichen Hand. Diese Annahme ist vollkommen haltlos und auch der Luft gegriffen, niemand kann seinen Penis mit Hilfe von Selbstbefriedigung in einem wahrnehmbaren Maße oder dauerhaft verformen.

Wesentlich seltener ist die krankhafte, erworbene Deviation (zu Deutsch; Abweichung), eine Penisverkrümmung die oft erst im mittleren Erwachsenenalter zwischen 40 und 60 Jahren auftritt und etwa 5% aller Männer in dieser Altersgruppe im mehr oder minder dramatischen Maße betrifft. Der Fachbegriff lautet Induratio Penis Plastica, abgekürzt IPP. Die effektive genaue Ursache der Erkrankung ist bis heute nicht abschließend geklärt, man vermutet, daß minimale Risse im Bindegewebe, die durch genetische Faktoren begünstigt sein können, zu Entzündungen führen, die im Heilungsprozess unter der Bildung von Ablagerungen (Plaques) in Verhärtungen im äußeren Schwellkörpergewebe enden. Männer mit Problemen eine vollständige harte Erektion zu bekommen, scheinen anfälliger für diese Mikroverletzungen zu sein. Wer wie viele Diabetiker an Durchblutungsstörungen leidet, hat also ein erhöhtes Risiko für IPP.

Der betroffene Schwellkörper bekommt durch das verklumpte Gewebe einen leichten Knick, der sich durch weitere Verletzungen mit zunehmender Krümmung verstärkt. Die Symptome sind Schmerzen bei der Erektion und dem Geschlechtsverkehr, die bis hin zur Unfähigkeit den Verkehr zu vollziehen führen können.

Die Erkrankung sollte möglichst frühzeitig behandelt werden, denn je schneller gehandelt wird, desto besser sind die Aussichten, das Fortschreiten wirksam zu stoppen. Im ganz frühen Stadien kann eine Behandlung mit Medikamenten zielführend sein, welche die Entzündungen bekämpfen, die Durchblutung fördern und so für einen Abtransport der Plaques die das Gewebe verhärten lassen sorgen. Greift diese Behandlung ist, ist oft die Operation der einzige Ausweg. Ein bewährter Eingriff, der aber nicht selten zu einer nicht unerheblichen Verkürzung des Penis (im Bereich mehrerer Zentimeter) führt, weil der gesunde Schwellkörper an den erkrankten angeglichen wird. Daher stehen viele Patienten diesem Eingriff sehr kritisch gegenüber.

Eine Alternative, die zwar keine Heilung aber zumindest eine leichte Besserung bzw. den Erhalt des Status Quo erbringen kann, sind medizinische Streckgürtel wie Phallosan. Die Kosten hierfür werden teils von den Krankenkassen übernommen. Vorsicht: Die üblichen Penispumpen oder auch Penis Extender/steifen Streckapparate die im Internet oft sehr aggressiv zur angeblichen Verlängerung des Penis beworben werden, sind völlig ungeeignet und erhöhen nur das Risiko neuer Verletzungen.

 

Viagra Fälschungen auf dem Vormarsch

Vor zwei Wochen hat der deutsche Zoll seine Statistik für das Jahr 2015 veröffenlicht und eine besorgniserregende Bilanz gezogen. So stieg die Zahl der beschlagnahmten illegalen Medikamente, angeführt von Fälschungen des beliebten Potenzmittels Viagra, auf 3,9 Millionen, was einer Steigerung von 400% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wie die Welt berichtete, wurden dabei laut der Universität Bonn, die teils mit der Analyse betraut war,  sogar Inhaltsstoffe gefunden, die in Medikamenten gar nicht verloren haben, z.B. blaue Straßenfarbe oder Bodenwachs.

Wir möchten diese erschreckenden Zahlen zum Anlass nehmen, nochmals ausdrücklich vor der Bestellung und dem Konsum solcher Arzneimittelfälschungen zu warnen. Gefährlich sind nicht nur mögliche Verunreinigungen oder unappetitliche und nicht für den menschlichen Verzehr geeignete Inhaltsstoffe, sondern auch eine unkalkulierbare Wirkstoffkonzentration. Durch die oft mangelhaften technischen Voraussetzungen bei der Produktion können einzelne Tabletten einer Charge eine vielfach erhöhte Wirkstoffkonzentration enthalten, während wieder andere gar keinen Wirkstoff enthalten. Insbesondere ersteres führt zu einer potentiell lebensbedrohlichen Überdosierung, insbesondere wenn im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben der Fälscher ohnehin grenzwertige Dosierungen eingenommen werden.

Fälschungen sind relativ einfach zu erkennen, nicht anhand der Verpackung, dafür aber umso leichter anhand der Webseiten auf denen sie angeboten werden:

  • Die angeblichen Apotheken haben verdächtige Begriffe direkt im Domainnamen, etwa „Potenzmittel“, „Pillen“ oder ähnliche Schlüsselwörter, die im Namen einer echten Apotheke nie zu finden sind.
  • Es wird ganz bewußt herausgestellt, daß es sich um Originalpräparate handelt. Die Erwähnung oder Betonung dieser Selbstverständlichkeit ist immer ein Indiz dafür, daß genau das Gegenteil der Fall ist.
  • Da die Fälscher meist im Ausland sitzen, sind viele der Webseiten nur leidlich übersetzt, enthalten Rechtschreibfehler, Grammatikfehler. Oft merkt man, daß sie nur leidlich und unvollständig aus dem Englischen übersetzt wurden.
  • Es fehlen die nach deutschem und europäischen Recht nötigen Pflichtangaben, etwa eine Adresse, Telefonnummer, allgemeine Geschäftsbedingungen, Widerrufsbelehrungen mit Angabe einer Adresse für den Rückversand, Hinweise zum Datenschutz.
  • Es werden nicht die üblichen Zahlungsmethoden wie Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal angeboten, sondern eher als dubios einzustufende anonyme Zahlungsmittel wie Bitcoin, Western Union u.ä.
  • Die Präparate werden nicht in den üblichen Verpackungseinheiten beworben oder es wird angegeben, daß auch einzelne Blister ohne Umverpackung verschickt werden.
  • Es gibt Kombiangebote, wer 100 Viagra bestellt erhält 10 Cialis gratis. Seriöse Anbieter würden niemals unterschiedliche Mittel zum ausprobieren versenden.
  • Das Produkt wird auf Ebay verkauft, was den Geschäftsbedingungen von Ebay widerspricht, egal wieviele positive Bewertungen der Verkäufer haben mag.
  • Auf der Webseite wird prominent mit Kundenbewertungen geworben, die sich aber anhand externe Bewertungssysteme nicht nachvollziehen lassen
  • Es werden angeblich verbesserte Versionen der Originalpräparate mit frei erfundenen Zusatzbezeichnungen wie „Super“, Plus“, „Professionell“ o.ä. verkauft.
  • Es wird nur Versand per EMS, oder sonstige Express- oder Kurierdienste angeboten.
  • Im Design der Seite tauchen prominent Bilder von Ärzten im Kittel oder Frauen in erotischen Posen auf, die man auf der Webseite einer seriösen Onlineapotheke niemals finden würde.
  • Es wird aktiv damit geworben, daß die Medikamente ohne jegliche Verordnung direkt bestellt werden können.

Treffen eines oder gleich mehrere Merkmale aus der Liste zu, handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entweder um Fälschungen oder illegal aus dem Ausland importierte Generika. Im Sinne der eigenen Gesundheit sollten die oft verführerisch günstigen Preise niemals zum Kauf verleiten. Jeder Urologe oder Androloge stellt nach einem direkten Gespräch, solange keine gesundheitlichen Kontraindikationen vorliegen, ganz problemlos ein Rezept aus (Privatrezept, die Krankenkassen erstatten PDE-5 Hemmer nur in sehr wenigen begründeten Fällen), daß ganz diskret in jeder deutschen Apotheke eingelöst werden kann. Oft wird er auch weiterreichende Untersuchungen empfehlen, denn Erektionsprobleme sind oft harmloser Natur, können aber auch das Symptom einer schwerwiegenderen Grunderkrankung wie Diabetes sein.

Wie groß ist die durchschnittliche Spermamenge und wie kann man sie natürlich erhöhen?

Die durchschnittliche Spermamenge einer Ejakulation hängt entscheidend von der Häufigkeit von Geschlechtsverkehrs und Selbstbefriedigung ab, je häufiger, desto stärker sinkt die Menge des Ejakulats und der darin enthaltenen Spermien. Nach einigen Tagen der Enthaltsamkeit ist wieder eine normale Menge Sperma und Spermien verfügbar.

Ganz entscheidend für die Zeugungsfähigkeit ist nicht die Menge des Spermas bzw. Ejakulats, im Schnitt, 3-5 Milliliter pro Samenerguss, sondern die darin enthaltene Menge aktiver Spermien. Je fitter die Spermien, sage und schreibe 40 Millionen pro Milliliter, desto höher die Fruchtbarkeit.

Sowohl die Menge an Spermien als auch die Menge des Samenergusses insgesamt lassen sich durch die richtige Ernährung und/oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel wirksam erhöhen. Beim Ejakulat geht das relativ schnell, bei den Spermien, die 74 Tage zur Reifung benötigen, dementsprechend länger. Besonders förderlich auf die Spermaproduktion wirkt sich eine eiweißreiche Ernährung aus, Fisch, Fleisch, Milchprodukte aller Art, Eier oder auch Eiweißpulver bzw. Eiweißshakes. Sie sorgen gleichzeitig dafür, daß das Sperma eher weiß und dickflüssig statt wässrig und durchsichtig wird, wobei die Konsistenz des Spermas auch durch die eigene genetischer Veranlagung bestimmt wird.

Besonders effektiv, sowohl hinsichtlich der enthaltenen Spermienmenge als auch der Gesamtmenge, sind speziell entwickelte Nahrungsergänzungsmittel. Eines der führenden Produkte am Markt ist Maxatin, entwickelt von Dr. Elmund Roger, medizinisch geprüft. Auf Grund der hohen Kundenzufriedenheit von 97% (Steigerung der Spermamenge um bis zu 500%) wird es mit einer Geld-Rückgabe-Garantie verkauft. Zusätzlich sorgt das Präparat, das unter anderem Zinkoxid, L-Arginin, L-Carnitin und Kürbisextrakt enthält durch die Zugabe von Maca für eine bessere Durchblutung und damit kräftigere Erektionen.

Das Potenzmittel Vigrax im Test

Vigrax, nicht zu verwechseln mit dem Medikament Viagra (Sildenafil) von Pfizer oder dem vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz wegen Verunreinigungen mit verschreibungspflichtigen Potenzmitteln beanstandeten Präparat Vigrx bzw. VigRx Plus, ist ein rein natürliches Nahrungsergänzungsmittel, das bei Erektionsstörungen helfen soll. Wir haben uns Vigrax bestellt und einem Praxistest unterzogen.

Wie bei Nahrungsergänzungsmitteln üblich wird Vigrax nicht in Blistern geliefert, sondern in einer robusten, wiederverschließbaren Kunststoffdose. Je Verpackungseinheit sind 60 Kapseln enthalten, was bei der vom Hersteller empfohlenen Dosierung von 2 Kapseln pro Tag, 1x morgens und 1x abends, genau einer Monatsration entspricht. Bestellt werden können jeweils 1-6 Packungen, wer gleich eine Ration für 60 Monate bestellt spart ganz erhebliche 50% pro Packung im Vergleich zur Bestellung einer Packung. Da der Hersteller eine Geld zurück Garantie für 90 Tage ab dem Kauf anbietet und ungeöffnete, originalversiegelte Verpackungseinheiten auf Wunsch gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgenommen werden, empfiehlt es sich gleich die größte mögliche Menge zu bestellen. So kann Vigrax zu Hause bequem getestet werden, ohne bei gefallen eine unnötig teure Nachbestellung aufzugeben. Das Produkt wird ausschließlich direkt vom Hersteller vertrieben (kein PZN Identifikationsschlüssel), in Apotheken oder Online Apotheken.

Klinische Untersuchungen zu Vigrax sind positiv verlaufen, 96% Prozent der befragten Männer die den Fragebogen zurücksendeten gaben an, schnellere und härtere Erektionen bekommen zu haben. Die Untersuchungsreihe wurde nicht veröffentlicht, wir haben aber keinen Grund anzunehmen, daß diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht. Angesichts der Inhaltsstoffe, welche die Potenz nachweislich positiv beeinflussen und zu denen jeweils eigene wissenschaftliche Studien vorliegen, klingt das Ergebnis schlüssig.

Enthalten sind neben üblichen Hilfsstoffen die in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln zu finden sind als Wirkstoffe: Vigrax Erect (proprietärer Inhaltsstoff des Herstellers), L-Arginin als Hydrochlorid, Tribulus Terrestis (deutsche Bezeichnung Erd-Burzeldorn) sowie Ginseng Extrakt. Insbesondere L-Arginin und Tribulus Terrestis sind bewährte Stoffe zur Förderung der Potenz, sinnvoll kombiniert mit dem durchblutungsfördernden Ginseng.

In der Praxis konnten wir bei Einnahme entsprechend der empfohlenen Dosierung eine eindeutige Wirkung feststellten. Im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Produkten wie Viagra oder Cialis tritt diese Wirkung erst nach einigen Tagen auf, besteht dann aber bei weiterer Einnahme fort. Insgesamt ist die Wirkung weniger stark als bei den klassischen PDE-5 Hemmern, insofern ist Vigrax primär für Männer geeignet, die nicht unter kompletter Impotenz (Erectile Dysfunktion) leiden, sondern  nur gelegentlich schwächere Erektionen vor oder während des Geschlechtsverkehrs haben. Nebenwirkungen waren keine zu beobachten, rein preislich liegt das Supplement auf einem moderaten Niveau und ist günstiger als verschreibungspflichtige Potenzmittel.

 

 

Was ist der Unterschied zwischen Androloge und Urologe?

Der Urologe ist vielen bekannt, den Begriff Androloge hingegen sieht, hört oder liest man eher selten. Der Grund ist einfach: Es existiert eine Facharztausbildung zum Urologen, die Zusatzbezeichnung Androloge ist hingegen lediglich eine Zusatzausbildung die bestimmten Fachärzten, unter anderen Urologen, offen steht. Aus diesem Grund ist die entsprechende Fachgesellschaft auch noch relativ klein.

Eine klare Abgrenzung der beiden Bereiche ist kaum möglich, die Grenzen sind vielmehr fließend, mit vielen Überschneidungen. So beschäftigt sich der Urologe primär mit den Organen die den Harn produzieren und aus dem Körper ableiten, von der Niere (hier gibt es noch spezielle Nephrologen)  über Harnleiter und Blase bis hin zur Harnröhre. In diesem Bereich betreut der Urologe auch Frauen, obwohl die bei Problemen oft alternativ den Gynäkologen aufsuchen. Der zweite Schwerpunkt liegt im Bereich der männlichen Geschlechtsorgane, Hoden, Penis und Prostata sowie deren Verbindungen. Er ist auch Ansprechpartner für jede Art von sexuellen Erkrankungen und Geschlechtskrankheiten.

Die Zusatzqualifikation als Androloge deckt Felder ab, die in der Urologie zwar auch eine Rolle spielen, aber kein direkter Schwerpunkt sind, etwa Fruchtbarkeit, Potenz und Störungen in diesen beiden Bereichen.

Bis jetzt verstanden? Es wird noch etwas verwirrender, denn Androloge darf per Weiterbildung auch werden, wer einen Facharzttitel für Dermatologie (Hautarzt) oder Endokrinologie (Spezialist für Hormone und hormonelle Störungen) inne hat.

Fazit: Egal ob Androloge oder Urologe, beide sind Anlaufstellen für typisch männliche Gesundheitsprobleme. Am wichtigsten ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient, bei unklaren Beschwerden ist auch nicht zuletzt der normale Hausarzt ein verlässlicher Ansprechpartner, der bei Bedarf an die entsprechenden Fachärzte überweisen kann.

Was ist der Arbeitskreis für Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen?

Hinter dem langen und etwas schwierig zu merkenden Namen Arbeitskreis für Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen versteckt sich ein Zusammenschluss österreichischer Urologen und Andrologen, die auch in der österreichischen Gesellschaft für Urologie organisiert sind.

Schwerpunkt dieses Arbeitskreises ist vor allem die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Qualität bei der Diagnose und Behandlung von Patienten, die unter hormonellen Störungen oder erektiler Dysfunktion leiden. Ein weiterer Bereich ist die Betreuung und Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch, oft verursacht durch eine mangelnde Spermienqualität, die in einem Spermiogramm ermittelt werden kann.

Mitglieder des Arbeitskreises finden sich in jedem Österreichischen Bundesland, um Kontakt aufzunehmen oder Ansprechpartner zu finden bietet sich die offizielle Webseite unter http://andrologie.at/cms/ an.

In Deutschland existiert eine entsprechendes Pendant, der AKA, Arbeitskreis Andologie der Deutschen Gesellschaft für Urologie, beheimatet an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Die AKA bietet vor allem Fort- und Weiterbildungen für Urologen an, die sich zum Andrologen fortbilden wollen. Auf der Webseite unter http://www.med.uni-giessen.de/aka/ findet sich ein umfassendes andrologisches Kompendim sowie eine Linksammlung für Urologen, beides ausgerichtet auf medizinische Fachbesucher.