10 Krankheiten die nur Männer bekommen können

Die Krankheiten an denen Männer am häufigsten erkranken sind oft gravierend und die Aufzählung der Top 3 ist ob Ihrer Häufigkeit eher banal und wird niemanden ernsthaft überraschen: Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs, oft zurückzuführen auf eine weniger gesundheitsbewusste und exzessivere Lebenweise. Männer lassen es gerne krachen, egal ob beim Essen, Trinken, Rauchen, Arbeiten, was leider auch zu einer durchschnittlich geringeren Lebenserwartung als bei Frauen führt. Viel spannender ist aber die Frage, welche Krankheiten wirklich nur Männer bekommen können. Neben den ganz offensichtlichen auf die männlichen Geschlechtsorgane bezogenen Krankheiten, sind aber auch einige Überraschungen auf der Liste.

  1. Prostataleiden: Egal ob gutartige Prostatavergrößerung, Prostataentzündung oder Prostatakrebs, reine Männerkrankheit, denn Frauen fehlt schlicht die für derartige Erkrankungen nötige Vorsteherdrüse.
  2. Hodenerkrankungen: Von den gutartigen Spermatozelen und Hydrozelen bis hin zu Hodenentzündungen, Hodenhochstand, Hodentorsion und Hodenkrebs, sie alle sind natürlich auch Krankheiten die nur Männer treffen, Frauen haben keine Hoden und das ist gut so.
  3. Vorhautverengung: Die harmlose aber unbehandelt zu Entzündungen führende Phimose, die teils das Wasserlassen erschwert und Schmerzen bei einer Erektion verursacht, kennen Frauen nicht. Eine Verengung der Vorhaut des weiblichen Kitzlers, wenn man diese so nennen will, existiert nicht.
  4. Hämophilie: Die Bluterkrankheit, bei der der bestimmte Gerinnungsfaktoren im Blut fehlen, was zu Spontanblutungen oder bei Verletzungen zu besonders schweren und schlecht stillbaren Blutungen führen kann. Die Folgen dieser Erkrankung sind meist dramatisch, Betroffene leiden häufig unter Einblutungen spontanen Einblutungen in Gelenke, teilweise auch Muskeln und Organe. Da die Krankheit gonosomal-X-rezessiv (Gonosom = Geschlechtschromosom) vererbt wird, können Frauen zwar Träger des Gerinnungsdefekts sein, diesen weitervererben, aber niemals daran erkranken. Alle Bluter sind ausschliesslich Männer.
  5. Favismus: Teils auch als Fabismus bezeichnet, ist eine spezielle Form der krankhaften Hämolyse (Auflösung roter Blutkörperchen im Blut) die mit einer Anämie (Blutarmut) einhergeht. Ausgelöst wird diese im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Auflösung aber nur durch den Konsum bestimmter Lebensmittel und Medikamente, unter anderem Bohnen und Erbsen, ersteren verdankt diese primät in Afrika, Asien und im Mittelmeerraum auftretende Erkarung ihren Name. Faba ist im Latainischen das Wort für Bohne, sozusagen die „Bohnenkrankheit“. Ein Trost: Die Mehrzahl der Betroffenen leidet unter einen leichten Form, die eher harmlos ist, die Auslöser lassen sicht gut meiden und wer unter Favismus leidet, hat eine etwas höhere Resistenz gegen Malaria. Letzteres erklärt auch das Verbreitungsgebiet der Krankheit. Auch diese Erkrankung wird X-chromosomal-rezessiv vererbt.
  6. Lesch-Nyhan-Syndrom: Ebenfalls durch einen Gendefekt auf dem X Chromosom bedingt und rezessiv vererbt, führt diese Stoffwechselerkrankung zun frühkindlichen Entwicklungsstörungen und autoagressivem Verhalten, also Selbstverletzung.
  7. Rot-Grün-Blindheit: Die Betroffenen sehen rot und grün als grau und können die beiden Farben dadurch nicht unterscheiden. Die Abgeschwächte Form, eine Rot-Grün-Schwäche kann auch Frauen betreffen, allerdings 10x seltener.
  8. Muskeldystrophie: Hier lediglich die Typen „Duchenne“ und „Becker-Kiener“, beides Erbkrankheiten die zum einem stetig fortschreitenden Museklschwund. Traurig aber wahr: Bisher exitieren keinerlei Behandlungsmöglichkeiten, eine Heilung ist bei derartigen Erkrankungen zwar nie möglich, aber hier existiert nicht einmal eine Möglichkeit der Fortschreiten zu Verhindern oder den Verlauf zu verlangsamen
  9. Swyer-Syndrom: Oft als Hermaphroditismus bezeichnet. Die Betroffenen sind rein äußerlich Frauen, entwickeln aber keine sekundären Geschechtsmerkmale, Klitoris, Schamlippen, Vagina und Gebärmutter entwickeln sich, aber nicht im normalen Maße, es sind keiner Eierstöcke vorhanden. Genetisch gesehen sind diese Frauen Männer, sie haben ein Y Chromosom.
  10. XYY-Syndrom: Umgangssprachlich auch oft als Supermaskulinitäts-Syndrom bezeichnet. Was im ersten Moment noch ganz nett klingt, stärkeres Größenwachstum und höherer Testosteronspiegel, geht mit vielen Problemen einher: Schlechtere Spermienqualität, im Schnitt etwas geringere Intelligenz, Neigung zu agressivem Verhalten, starke Neigung zu Hodenhochstand und bestimmten Herzfehlern. Das früher gerne propagierte Bild vom dummen Schläger mit krimineller Neigung trifft zwar nicht zu, allerdings ist eine soziale Anpassung von Männern mit XYY-Syndrom gerade in der heutigen Zeit meist nicht ganz einfach.

Das Positive nach dieser sehr unerfreulichen Liste: Die meisten ausgezählten Erkrankungen sind seltene Erbkrankheiten, die weder ansteckend sind, noch sonstwie im späteren Leben erworben werden können. Dennoch ist die Vielzahl der X-chromosomal-rezessiv vererbten Krankheiten beieindruckend, unsere Liste könnte noch um einige weitere Krankheiten ergänzt werden, aber 10 bedeutet nunmal 10.